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KARL BARTOS DAS CABINET DES DR. CALIGARI
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Prinzregententheater

Karl Bartos: Das Cabinet des Dr. Caligari

Robert Wienes Stummfilmklassiker von 1920 mit neuer Filmmusik, komponiert von ex-Kraftwerk-Musiker Karl Bartos

Samstag, 2. November 2024

Prinzregententheater
Tickets ab 53,90 €

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Karl Bartos: Das Cabinet des Dr. Caligari
Karl Bartos © Thomas Ecke

Der Stummfilm „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene aus dem Jahr 1920 ist ein absoluter Klassiker und gilt als der erste Psychothriller der Filmgeschichte. Einer, der sich besonders intensiv mit diesem Meilenstein der Geschichte des expressionistischen Films auseinandergesetzt hat, ist der Komponist und Musiker Karl Bartos – vielen eher bekannt als langjähriges Bandmitglied und Co-Komponist von Kraftwerk. Seit fast 20 Jahren hegt Karl Bartos, der ein klassisch ausgebildeter Musiker ist, eine Leidenschaft für diesen deutschen Stummfilm. Jetzt hat er dem Film ein neues, experimentell interpretiertes Klanggewand geschneidert. Diese neue Filmmusik wurde im Februar 2024 in der Alten Oper Frankfurt uraufgeführt. Dabei trifft die digital restaurierte Film-Fassung in 4K-Auflösung auf die Filmmusik von Karl Bartos, die er live auf der Bühne mit seinem Partner Mathias Black punktsynchron spielt und steuert.

Bartos lässt sich dabei von Rhythmus und Tempo der Szenen leiten. Wichtigstes Ausdrucksmittel war für ihn dabei der zeitlose Klang des Sinfonieorchesters, selbstverständlich synthetisch hergestellt und elektronisch moduliert. Wir hören Melodien in der Bach’schen Tradition des Barockzeitalters und der frühen Romantik von Mozart, wir hören Dissonanzen eines Arnold Schönberg, das verstörende metrische Spiel von Strawinsky und Philip Glass‘ harte dramatische Wiederholungen. Außerhalb der klassischen Tradition gibt es die volkstümlichen Bricolage-Klänge der Drehorgel auf dem Jahrmarkt, Revers-Tape-Effekte und Klänge, die bestens zu einem Kraftwerk-Album der klassischen Ära passen würden.

Mehr dazu in diesen Artikeln der Süddeutschen Zeitung:

Zum Artikel „Urknall der Popkultur" (17.11.2023)

Zum Artikel „Was für ein Triumph" (18.02.2024)

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81675 München